Mit Celestial Death liefern Cryptosis ein beeindruckendes Death Metal-Album ab, das sowohl mit Komplexität als auch mit Abwechslung punktet. Schon der Einstieg mit dem mystischen „Prolog Awakening“ zieht den Hörer in seinen Bann, bevor mit „Faceless Matter“ ein gnadenloser Death Metal-Brecher folgt. Hier wird das Tempo nach einem ruhigen Break schnell wieder hochgefahren – eine energiegeladene Eröffnung, die Lust auf mehr macht.
Mit „Static Horizon“ präsentieren Cryptosis einen rhythmisch besonders interessanten Song, bei dem die Gitarren gelungen zwischen melodiösen Riffs und dichten Soundteppichen wechseln. Ein echter Anspieltipp, der zeigt, wie variantenreich die Band agieren kann.
Der Gesang bleibt typisch für Cryptosis: Roh, kompromisslos und voller Energie – hier schreit sich der Sänger wahrhaftig die Seele aus dem Leib.
„The Silent Call“ vereint all das, was Celestial Death ausmacht: Rasende Death Metal-Passagen, thrashige Elemente und fließende melodische Übergänge. Dicht gefolgt von „Ascending“, einem weiteren Highlight des Albums, das trotz seiner klassischen Death Metal-Struktur mit einem ruhigeren Mittelteil überrascht. Auch hier: Anspieltipp!
Nach einem kurzen, mystischen Zwischenspiel zieht „Reign Of Infinite“ das Tempo wieder massiv an. Dieser Song ist wohl der abwechslungsreichste des Albums, da Cryptosis hier meisterhaft mit komplexen, melodischen und mystischen Breaks spielt. Ein echtes Brett und definitiv einer der stärksten Titel auf der Platte!
Mit „Absent Presence“ gönnt sich die Band eine kleine Verschnaufpause und liefert einen eher ruhigen Song ab – ein Stilmittel, das man von Death Metal-Alben durchaus kennt und zu schätzen weiß.
Doch bereits mit „In Between Realities“ kehrt die Abwechslung zurück: Komplexe Songstrukturen und überraschende Wendungen zeigen einmal mehr, dass Cryptosis ihr Handwerk bestens beherrschen.
Kurz vor dem Finale erwartet den Hörer mit „Cryptosphere“ noch ein klassischer Death Metal Thrasher, bevor „Coda – Wander Into The Light“ als instrumentaler Abschluss den Bogen zum Intro schlägt. Dieser Song erinnert stark an Melodic Death Metal à la Insomnium und bildet einen atmosphärischen Abschluss eines rundum gelungenen Albums.
Celestial Death zeigt Cryptosis auf der Höhe ihres Schaffens. Die Mischung aus kompromissloser Härte, melodischen Einsprengseln und dynamischen Songstrukturen macht das Album zu einem echten Erlebnis. Death Metal-Fans sollten hier definitiv reinhören!