Am 8. November 2026 wird es in der Stadthalle Offenbach laut. Beast In Black machen mit ihrer Resurrection Tour 2026 dort Halt und haben gleich zwei Bands dabei, die den Abend deutlich über das übliche Supportprogramm hinausheben. Sonata Arctica sind als Special Guest angekündigt, Frozen Crown eröffnen.
Für Fans von melodischem Heavy und Power Metal ist das schon auf dem Papier eine ziemlich interessante Kombination.
Beast In Black haben sich in den vergangenen Jahren einen Sound aufgebaut, den man nach wenigen Sekunden erkennt. Klassischer Heavy Metal trifft auf große Refrains, Synthesizer, 80er Jahre Einflüsse und immer wieder auf diesen Hang zu Melodien, die sich schneller im Kopf festsetzen, als einem lieb sein kann. Dazu kommt Yannis Papadopoulos, dessen Stimme zwischen klaren Höhen, raueren Passagen und fast schon theatralischem Ausdruck wechseln kann.
Auf Platte funktioniert das gut. Live meist noch besser.
Denn Beast In Black gehören zu den Bands, die ihre Songs nicht einfach nur herunterspielen. Viel Bewegung auf der Bühne, große Refrains, ein bisschen Übertreibung an den richtigen Stellen und Songs, die ohnehin dafür geschrieben wirken, vor einer größeren Menge zu funktionieren.
2026 geht die Band wieder auf große Europa und UK Tour. Im Mittelpunkt steht dabei auch das angekündigte vierte Studioalbum. Damit dürfte der Abend in Offenbach eine Mischung aus bekannten Stücken und neuem Material bieten.
Dass Beast In Black musikalisch schon länger keine Angst vor Genregrenzen haben, ist ohnehin bekannt. Gitarren und klassischer Heavy Metal treffen bei ihnen gerne auf elektronische Elemente, Popstrukturen oder Eurodance Einflüsse. Das kann auf dem Papier merkwürdig klingen, funktioniert bei der Band aber erstaunlich konsequent.
Allein damit wäre der Abend bereits ordentlich besetzt. Dann steht da allerdings noch Sonata Arctica auf dem Tourplakat.
Die Finnen brauchen im Power Metal eigentlich keine große Vorstellung mehr. Seit vielen Jahren gehören sie zu den bekannten Namen der europäischen Szene und haben genügend Songs im Gepäck, um problemlos selbst einen ganzen Abend zu füllen. Zwischen schnellen Nummern, melancholischeren Momenten und großen Melodien dürfte ihr Auftritt deutlich mehr werden als ein etwas längerer Support Slot.
Und bevor Sonata Arctica und Beast In Black übernehmen, stehen Frozen Crown auf der Bühne.
Die italienische Band passt musikalisch gut in dieses Paket, ohne einfach wie eine kleinere Kopie der beiden anderen Acts zu wirken. Schneller, melodischer Power Metal, klassische Heavy Metal Einflüsse und genug Druck, um den Abend direkt auf Betriebstemperatur zu bringen.
Genau darin liegt wahrscheinlich die Stärke dieses Tourpakets. Hier stehen nicht drei Bands nebeneinander, die zufällig ungefähr dieselbe Zielgruppe haben. Die Zusammenstellung ergibt musikalisch tatsächlich Sinn.
Frozen Crown liefern den schnellen Einstieg. Sonata Arctica bringen ihren großen Katalog und jede Menge Erfahrung mit. Danach übernehmen Beast In Black mit ihrem Mix aus Heavy Metal, Synthesizern, großen Hooks und einer Liveshow, bei der Zurückhaltung eher selten auf dem Programm steht.
Wer also am 8. November noch nichts vorhat und mit melodischem Metal etwas anfangen kann, sollte Offenbach im Auge behalten.
Beast In Black
Resurrection Tour 2026
Headliner: Beast In Black
Special Guest: Sonata Arctica
Support: Frozen Crown
Stadthalle Offenbach
Waldstraße 312
63071 Offenbach am Main Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 19:15 Uhr