Die Metalcore-Veteranen Killswitch Engage aus Massachusetts melden sich mit This Consequence zurück. Seit ihrer Gründung im Jahr 1999 haben sie den Metalcore entscheidend geprägt – und die Frage ist, ob sie mit diesem Album erneut Platin einfahren können.
Schon der Opener Abandon Us macht unmissverständlich klar, dass die Band nichts an Energie eingebüßt hat. Ein brachiales Brett, das mich direkt „weggefönt“ hat. Danach nimmt das Album etwas Tempo raus, bleibt aber auf gewohnt hohem Metalcore-Niveau.
Ein erstes Highlight folgt mit Forever Aligned, dem vierten Track. Hier trifft aggressive Härte auf melodischen Klargesang, begleitet von thrashigen Elementen – definitiv ein Anspieltipp. Ein spannender Kontrast dazu ist I Believe: Fast ausschließlich im Klargesang gehalten, entfaltet sich der Song als potenzieller Radio-Hit, bevor am Ende doch noch Shouts hinzukommen.
Mit Where It Dies liefert die Band ein solides Metalcore-Stück ab, das besonders durch ein interessantes Gitarrensolo hervorsticht. Ähnlich stark ist The Fall Of Us, das sich mit Forever Aligned vergleichen lässt, vielleicht sogar noch etwas abwechslungsreicher daherkommt – ein typischer Killswitch Engage-Song mit allem, was die Fans lieben.
Broken Glass überrascht mit einem fast doomigen Beginn, bevor die Band schließlich das Tempo anzieht. Den Abschluss bildet Requiem, das den klassischen Metalcore-Sound der Band repräsentiert, ohne dabei größere Akzente zu setzen.
Unterm Strich liefern Killswitch Engage mit This Consequence genau das, was ihre Fans erwarten: Metalcore auf höchstem Niveau, mit einer gelungenen Mischung aus Härte, Melodie und technischer Finesse. Ob es für Platin reicht? Das wird sich zeigen – verdient hätte es das Album allemal.