{"id":7254,"date":"2025-10-05T09:39:37","date_gmt":"2025-10-05T09:39:37","guid":{"rendered":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/?p=7254"},"modified":"2025-10-05T09:46:46","modified_gmt":"2025-10-05T09:46:46","slug":"rotting-demise-the-unholy-veil-of-silence","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/rotting-demise-the-unholy-veil-of-silence\/","title":{"rendered":"Rotting Demise &#8211; The Unholy Veil Of Silence"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Rotting Demise erfinden sich neu und liefern ein Meisterwerk, das Death und Black Metal perfekt vereint.<br><br><strong>Neubeginn mit satanischem Anstrich<\/strong><br><br>Wer im Ruhrpott viel Konzert-technisch unterwegs ist, ist definitiv schon \u00fcber den Namen Rotting Demise gestolpert. <br><br>Damals handelte es sich noch - mehr oder weniger - um klassischen Old School Death Metal im Stil der amerikanischen Schule mit Genre-typischen Texten \u00fcber Horrorfilmklassiker. Das B\u00fchnenbild war dagegen immer sehr vom Black Metal gepr\u00e4gt: Corpsepaint, Ketten, Nieten, Dornenkronen,Pentagramme, umgedrehte Kreuze usw. <br><br>Auf dem zweiten Album geht man auch musikalisch viel mehr dem satanischen Image nach, und diese Symbiose ist nun vollendet. Nach einem symphonischen Intro wird schnell klar, dass Rotting Demise keine Death Metal-Band mehr sind.<br><br>Zwar gibt es noch hier und da ein paar finstere Growls, aber die Musik ist nun viel variabler, stark gepr\u00e4gt von k\u00e4lteren Gitarrenw\u00e4nden, einigen atmosph\u00e4rischen Keyboards und vor allem heiserem Gekreische.<br><br><strong>Zwischen den Welten<\/strong><br><br>Manchmal ist der Grat zwischen Death- und Black Metal schmal, und man befindet sich irgendwo dazwischen (was mich gelegentlich an Belphegor erinnert). Oft muss ich aber durch das Tasteninstrument und die spitzen Schreie, die immer mal wieder auftauchen, an Cradle Of Filth denken, um dem H\u00f6rer einen vagen Anhaltspunkt zu geben, worum es hier geht. Ein direkter Vergleich mit anderen Bands f\u00e4llt mir von der Machart her nicht ein. <br><br>Rotting Demise kommen mit sehr viel Abwechslung und Eigenst\u00e4ndigkeit daher, k\u00f6nnen dabei aber zu jedem Zeitpunkt \u00fcberzeugen. Spielerisch ist die Band topfit. Den Bass auf dem Album hat Gitarrist Infernum eingespielt. Live kommt er aus der Retorte, weil man sich nach zahlreichen Line Up-Wechseln dazu entschlossen hat, sich keinen neuen Mann f\u00fcr den Tieft\u00f6ner zu suchen.<br><br><strong>Textliche Weiterentwicklung und Tribut<\/strong><br><br>Auch textlich hat sich einiges getan. Lediglich \"Valak Regnat\" behandelt noch einen Horrorfilm (n\u00e4mlich \"The Nun\").<br> <br>Ansonsten geht es hier sehr blasphemisch zu, und vor allem die Kirche bekommt ihr Fett weg. Besonders erw\u00e4hnt werden sollte aber noch der Tribute-Song \"In Memoriam Moriendi\" am Album-Ende, ein Cover der K\u00f6lner Symphonic Black Metal-Band Atrium Noctis, deren Gr\u00fcnderin Heike \"Hydra Gorgonia\" Grenzius im M\u00e4rz 2024 mit 60 Jahren an Krebs gestorben ist.<br><br>Der Song war der Opener auf dem 2010 erschienenen dritten Album \"Home\", das Rotting Demise-Frontmann Silence seinerzeit eingesungen hatte. Die Produktion ist sch\u00f6n transparent und vermittelt die klirrende K\u00e4lte der Musik perfekt. <br><br>\u00dcber die gesamte Spielzeit hinweg kommt keinerlei Langeweile auf. Rotting Demise haben es geschafft, sich selbst neu zu erfinden und sich dennoch treu zu bleiben. Dass hier kein Label angebissen hat, ist erstaunlich. \"The Unholy Veil Of Silence\" sollte jeden Death- und Black Metal-Anh\u00e4nger in seinen Bann ziehen!<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rotting Demise erfinden sich neu und liefern ein Meisterwerk, das Death und Black Metal perfekt vereint.Neubeginn mit satanischem AnstrichWer im Ruhrpott viel Konzert-technisch unterwegs ist, ist definitiv schon \u00fcber den Namen Rotting Demise gestolpert. 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