{"id":7196,"date":"2025-06-21T09:29:14","date_gmt":"2025-06-21T09:29:14","guid":{"rendered":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/?p=7196"},"modified":"2025-06-21T09:29:47","modified_gmt":"2025-06-21T09:29:47","slug":"katatonia-nightmares-of-extensions-if-the-wakening","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/katatonia-nightmares-of-extensions-if-the-wakening\/","title":{"rendered":"Katatonia \u2013 Nightmares of Extensions if the Wakening"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Ein d\u00fcsteres Kaleidoskop zwischen Doom, Prog und Alternative - aber nicht ohne L\u00e4ngen<br><br>Mit Nightmares of Extensions if the Wakening legt Katatonia ein Album vor, das tief im Doom verwurzelt ist, sich aber nicht auf Genregrenzen beschr\u00e4nkt. Zwischen alternativen Kl\u00e4ngen, progressiven Strukturen und melancholischer Schwere versucht die Band, ein vielschichtiges Klangbild zu zeichnen \u2013 mit wechselhaftem Erfolg.<br><br>Schon der Opener Thrice zeigt, wohin die Reise geht: Eine progressive Einleitung m\u00fcndet in doomige Schwerf\u00e4lligkeit \u2013 das ist atmosph\u00e4risch dicht, aber auch schwer verdaulich. The Liquid Eye bringt durch den Wechsel zwischen langsamen und rockigeren Passagen mehr Dynamik ins Spiel, wobei die progressive Note angenehm hervorsticht.<br><br>Wind of No Change \u00fcberrascht mit balladesken Momenten und einem bombastischen Chorus, der fast schon \u00fcberladen wirkt \u2013 ein emotionaler H\u00f6hepunkt, der f\u00fcr manche kitschig, f\u00fcr andere gro\u00dfartig sein d\u00fcrfte. Lilac hingegen beginnt vielversprechend mit komplexer Progressivit\u00e4t, verliert sich aber gegen Ende in Beliebigkeit und wirkt zu langgezogen.<br><br>Temporal \u00fcberzeugt durch gelungene Kontraste zwischen ruhigen Gesangspassagen und hymnischen Melodien \u2013 einer der st\u00e4rkeren Tracks des Albums. Departure Trails, eine Doom-Ballade mit melodi\u00f6sem Einschlag, d\u00fcrfte Genre-Fans gefallen, bleibt aber Geschmackssache.<br><br>Mit Warden geht es wieder eine Spur rockiger zur Sache, wenngleich die schnelleren Passagen nicht wirklich \u00fcberraschen. The Light Which I Bleed reiht sich ein als eher durchschnittlicher Doom-Rocker \u2013 solide gespielt, aber ohne neue Impulse. Das Gef\u00fchl der Wiederholung macht sich hier erstmals deutlicher bemerkbar.<br><br>Efter Solen stellt den Tiefpunkt des Albums dar: Eine beinahe sechsmin\u00fctige Doom-Ballade, deren L\u00e4nge nicht gerechtfertigt ist. Die elektronischen Spielereien zum Ende hin wirken eher wie ein Fremdk\u00f6rper denn eine kreative Erweiterung. In the Event of bietet noch einmal eine Zusammenfassung dessen, was das Album ausmacht: der Wechsel zwischen bombastischen und ruhigen Momenten \u2013 typisch Katatonia, aber ohne gro\u00dfe \u00dcberraschung.<br><br>Fazit:<br>Nightmares of Extensions if the Wakening ist ein handwerklich gut produziertes Album, das stilistisch zwischen Doom, Alternative und Progressive pendelt. F\u00fcr eingefleischte Genre-Fans gibt es hier sicherlich viele Highlights \u2013 atmosph\u00e4rische Dichte, emotionale Schwere und anspruchsvolle Strukturen. Wer hingegen mit Doom wenig anfangen kann, wird sich schnell an der Monotonie und den L\u00e4ngen st\u00f6ren. Insgesamt ein durchschnittliches Album, das h\u00f6rbar bleibt, aber selten wirklich fesselt.<br><br>Wertung: 6\/10<br><br><\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein d\u00fcsteres Kaleidoskop zwischen Doom, Prog und Alternative &#8211; aber nicht ohne L\u00e4ngenMit Nightmares of Extensions if the Wakening legt Katatonia ein Album vor, das tief im Doom verwurzelt ist, sich aber nicht auf Genregrenzen beschr\u00e4nkt. 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