{"id":6999,"date":"2024-11-07T07:07:58","date_gmt":"2024-11-07T07:07:58","guid":{"rendered":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/?p=6999"},"modified":"2024-11-07T07:08:06","modified_gmt":"2024-11-07T07:08:06","slug":"tribulation-sub-rosa-in-aeternum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/tribulation-sub-rosa-in-aeternum\/","title":{"rendered":"Tribulation \u2013 Sub Rosa In Aeternum"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-preformatted\">Mit Sub Rosa In Aeternum pr\u00e4sentiert die schwedische Band Tribulation ein weiteres d\u00fcster-episches Kapitel ihres k\u00fcnstlerischen Werdegangs. Die Platte beginnt mit dem St\u00fcck The Unrelenting Choir, das als Intro in tiefem Gothic-Tonfall einen nahezu sakralen Klangraum schafft. Dieses Vorspiel wirkt wie der Soundtrack zu einem n\u00e4chtlichen Ritual und zeigt, dass Tribulation ein meisterhaftes Gesp\u00fcr f\u00fcr Atmosph\u00e4re haben. Die finsteren Kl\u00e4nge breiten sich in Zeitlupen-Stimmung aus und er\u00f6ffnen eine klangliche Welt, die den H\u00f6rer sofort gefangen nimmt.<br><br>Der \u00dcbergang zum ersten vollen Song, Tainted Skies, verdeutlicht dann jedoch, dass Tribulation hier neue musikalische Pfade beschreiten. Das Album bewegt sich in Richtung d\u00fcsteren Gothic Rocks, bleibt aber dennoch im Bereich des Progressive Gothic Metal verankert. Diese Genre-Mischung gibt den Songs eine gewisse Eigenst\u00e4ndigkeit, die den H\u00f6rer neugierig macht, auch wenn ein gewisser Verlust des urspr\u00fcnglichen Metal-Klangs nicht zu \u00fcberh\u00f6ren ist.<br><br>Der progressive Charakter der Musik zeigt sich nicht nur in den oft komplexen Strukturen der Songs, sondern auch in den Wechseln zwischen klarer, melancholischer Stimme und rauen, aber gez\u00fcgelten Growls. W\u00e4hrend Tribulation einst f\u00fcr ihr gekonntes Spiel mit Death- und Black-Metal-Elementen bekannt war, wirkt Sub Rosa In Aeternum jedoch weitgehend befreit von diesen Einfl\u00fcssen. Die Klarges\u00e4nge dominieren, und die Growls treten eher sparsam auf \u2013 sie sind wie Schattierungen im Soundbild und unterst\u00fctzen den melancholisch-vertr\u00e4umten Charakter des Albums, anstatt in den Vordergrund zu treten.<br><br>Besonders auff\u00e4llig ist die Entscheidung der Band, fast vollst\u00e4ndig auf Metal-typische H\u00e4rte zu verzichten. Es scheint, als h\u00e4tten Tribulation bewusst eine Richtung eingeschlagen, die in die d\u00fcstere, doch sanftere Welt des Gothic Rock und Death Rock f\u00fchrt. Eine Ausnahme bildet der Song Time &amp; the Vivid Ore, der deutliche Death-Rock-Elemente in sich tr\u00e4gt und das Potenzial aufweist, die Metal-Fans in der H\u00f6rerschaft zu \u00fcberraschen. Doch auch hier wird deutlich, dass der Metal bei Tribulation einer ged\u00e4mpften, fast \u00e4therischen Atmosph\u00e4re gewichen ist, die in ihrer minimalistischen Dunkelheit fasziniert, aber auch die Frage aufwirft, ob die Band nicht zu sehr an Biss verloren hat.<br><br>Insgesamt gelingt es Tribulation, mit Sub Rosa In Aeternum eine hypnotische Klanglandschaft zu erschaffen, die einer d\u00fcsteren Reise durch verfallene Kathedralen gleicht. Doch f\u00fcr eingefleischte Metal-Fans bleibt die Frage, ob sie sich mit dieser neuen Ausrichtung anfreunden k\u00f6nnen. Die musikalische Entwicklung der Band mag anspruchsvoll und atmosph\u00e4risch dicht sein, doch die kompromisslose Metal-Wucht, die fr\u00fchere Alben auszeichnete, weicht hier einem experimentellen, eher zur\u00fcckhaltenden Klangbild.<\/pre>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit Sub Rosa In Aeternum pr\u00e4sentiert die schwedische Band Tribulation ein weiteres d\u00fcster-episches Kapitel ihres k\u00fcnstlerischen Werdegangs. Die Platte beginnt mit dem St\u00fcck The Unrelenting Choir, das als Intro in tiefem Gothic-Tonfall einen nahezu sakralen Klangraum schafft. Dieses Vorspiel wirkt wie der Soundtrack&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[128,126],"tags":[],"class_list":["post-6999","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-album-review","category-reviews"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6999","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=6999"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/6999\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=6999"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=6999"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/radio-diabolus.dk\/site\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=6999"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}